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Artenschutz beginnt vor der Haustür: mit wenig Aufwand viel bewirken

Artenschutz beginnt vor der Haustür: mit wenig Aufwand viel bewirken

Vera Clauß |

Artenschutz muss nicht kompliziert sein. Oft sind es kleine, gut durchdachte Maßnahmen, die im Alltag den größten Unterschied machen. Versiegelte Flächen, Hitze und anhaltende Trockenperioden lassen natürliche Wasserstellen verschwinden und setzen vielen Tieren stark zu. Gerade im Sommer entscheiden Wasser, Schatten und sichere Rückzugsorte darüber, ob sie überleben. Das Gute daran: Mit wenigen Handgriffen lassen sich wirksame Hilfen schaffen. Und wer einmal damit anfängt, merkt schnell, wie viel Leben in den eigenen Garten zurückkehrt.

Insekten- und Kleintiertränken anlegen

Insekten trinken nicht aus offenen Wasserschalen, sondern saugen Feuchtigkeit von Oberflächen. Ideal ist ein größerer, etwas tieferer Pflanzenkübel-Untersetzer aus dem Baumarkt. Dieser wird mit Kieselsteinen, etwas Moos, Baumrinde und ein paar kleinen Ästen gefüllt. Der Wasserstand sollte maximal zwei Zentimeter betragen, sodass immer trockene Landeplätze vorhanden sind. Solche Tränken lassen sich auch als kleine Mini-Teiche für Balkon oder Terrasse gestalten – einfach, dekorativ und sehr wirkungsvoll.

Hummeln im Frühjahr richtig helfen

Sitzt eine Hummel scheinbar kraftlos am Boden, braucht sie oft nur Ruhe oder etwas Energie. Zunächst sollte man sie an einen geschützten, schattigen Platz setzen. Reagiert sie weiterhin kaum, kann ein Tropfen Zuckerwasser helfen (ein Teil Zucker, zwei Teile Wasser). Dieser wird auf einen Löffel oder einen flachen Deckel gegeben. Nach kurzer Zeit fliegt die Hummel meist selbstständig weiter – bereit, ihr Volk zu gründen.

Igeltränken gegen Sommerhitze bauen

Igel finden bei Trockenheit kaum noch Wasser. Eine einfache Tränke lässt sich aus einem großen Pflanzen-Untersetzer aus Plastik herstellen. In die Mitte kommt ein Stein, dazu ein Ast als Ausstiegshilfe. So können Tiere, die hineinrutschen, wieder herausklettern. Die Tränke wird schattig und ruhig platziert, idealerweise in der Nähe von Sträuchern. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden.

Rücksicht im Garten: Schutz für Frösche und Kröten

An heißen Tagen ziehen sich Frösche und Kröten ins feuchte Gras zurück. Besonders Jungtiere sind kaum zu sehen. Beim Rasenmähen wird es für sie schnell gefährlich. Ein kurzer Blick vor dem Mähen, eine höhere Schnitthöhe und langsames Arbeiten machen einen großen Unterschied. Ungemähte Bereiche, Laubhaufen oder schattige Ecken bieten sichere Rückzugsorte. Ein Garten darf ein bisschen wild sein – die Natur dankt es.

Vogeltränken sicher aufstellen

Vogeltränken sollten flach sein oder Steine enthalten, damit die Tiere sicheren Halt finden. Eine Schale aus Keramik oder Ton eignet sich gut, da sie nicht so schnell aufheizt. Der Standort sollte halbschattig liegen und vor Katzen geschützt sein. Frisches Wasser ist entscheidend, deshalb sollte die Tränke täglich gereinigt und neu befüllt werden. So wird sie schnell zum festen Bestandteil im Garten.